


An heiße Sommertagen fragen sich viele Besitzer eines Flüssiggastanks, ob die hohen Temperaturen Auswirkungen auf die Sicherheit ihrer Anlage haben. Die gute Nachricht lautet: Oberirdische und unterirdische Flüssiggastanks sind für den ganzjährigen Einsatz im Freien ausgelegt und halten auch sommerlicher Hitze problemlos stand.
Flüssiggas dehnt sich bei steigenden Temperaturen aus. Aus diesem Grund dürfen Flüssiggastanks grundsätzlich nur bis zu einem maximalen Füllgrad von rund 85 Prozent befüllt werden. Der verbleibende Freiraum dient als Ausdehnungsreserve und sorgt dafür, dass sich das Flüssiggas bei Wärme sicher ausdehnen kann. Dieser Sicherheitsstandard ist gesetzlich vorgeschrieben und wird bei jeder Befüllung automatisch berücksichtigt.
Zusätzlich verfügen moderne Flüssiggastanks über Sicherheitsventile, die den Druck im Tank permanent überwachen. Sollte der Druck beispielsweise durch außergewöhnliche äußere Einflüsse ansteigen, sorgen diese Einrichtungen dafür, dass die Anlage innerhalb ihrer zulässigen Betriebsgrenzen bleibt. Unter normalen Sommerbedingungen besteht daher kein Anlass zur Sorge.
Tankbesitzer sollten dennoch einige einfache Hinweise beachten. Der Bereich um den Tank sollte frei von dichtem Bewuchs, gelagerten Gegenständen oder brennbaren Materialien gehalten werden. Dadurch bleibt der Tank gut zugänglich und die regelmäßigen Sichtkontrollen können problemlos durchgeführt werden. Auch das Typenschild und die Armaturen sollten jederzeit gut erreichbar sein.
Ein häufiger Irrtum ist, dass ein möglichst voller Tank im Sommer problematisch sei. Tatsächlich berücksichtigt die automatische Füllbegrenzung bereits die notwendige Ausdehnungsreserve. Eine fachgerecht durchgeführte Befüllung durch den Lieferanten ist daher auch an heißen Tagen vollkommen unbedenklich.
Wer seinen Tankfüllstand regelmäßig kontrolliert und die vorgeschriebenen Prüfintervalle einhält, kann der warmen Jahreszeit entspannt entgegensehen. Gerade der Sommer bietet sich zudem an, den Füllstand rechtzeitig vor Beginn der Heizsaison zu überprüfen und gegebenenfalls eine Nachlieferung zu planen. So lässt sich vermeiden, dass im Herbst bei steigender Nachfrage kurzfristig bestellt werden muss.